Mein Herz schlug für WOM
Für mich war die Zeit bei WOM nie einfach nur Arbeit, ich habe es geliebt. Es war die Erfüllung, mein Hobby zum Beruf machen zu dürfen. Auch etwaige Überstunden waren kein Problem, denn es war pure Leidenschaft.
Ich denke so gerne an die Kunden zurück: An das geschäftige Treiben im Weihnachtsgeschäft, wenn ich mit den Wunschzetteln der Liebsten so manchen Kilometer durch die Gänge gelaufen bin. An Herrn Böhm, der mir mit Aufmerksamkeiten aus seiner Firma eine Freude machte, oder Frau Breit, die stets ihre Mappe mit Autogrammkarten bei sich trug. Es waren Begegnungen mit Charakteren wie DJ Gary oder Klaus Bunsen, die bei uns die neuesten Singles fürs „Joy“ suchten.
Besonders in Erinnerung bleiben mir die Momente, in denen Kunden Lieder vorsummten oder sogar vorsangen, und wir tatsächlich helfen konnten, den richtigen Titel zu finden. Alle fühlten sich wohl bei uns, genossen die Beratung und unseren Vorspielservice. Aus Kolleginnen und Kollegen wurden in dieser Zeit echte Freunde.
Ob wir freitags die Chartprognosen für Media Control abgaben oder vor Feierabend die Plattenstapel beim „Trimmen“ wieder perfekt in Reih und Glied brachten, jeder Handgriff hatte Bedeutung. Unvergessen bleibt, wie ich als „die Frau mit der sympathischen Stimme“ für WOM im Weiperthaus die Chartplatzierungen für Radio Schleswig Holstein vorlesen durfte. Oder die Kunden, die direkt vom Schiff aus Schweden kamen und voller Vorfreude nach „Jubel, Trubel, Heiterkeit“ fragten.
Die Arbeit in der Disposition für Rock, Liedermacher und deutschsprachige Musik hat mir unglaublich viel bedeutet. WOM hat mir Türen geöffnet: Reisen nach Frankfurt zu James Last, die Vorstellung von Nino de Angelo in Hamburg und mein ganz persönliches Highlight das Konzert von Sir Bob Geldof mit anschließendem Smalltalk.
All das und noch so viel mehr hat mich geprägt und bleibt tief in meinem Herzen verankert.
Es war schlichtweg die beste Zeit meines Lebens!