In den neunziger Jahren war die Echo-Verleihung zugleich ein Spiegel der deutschen Musikindustrie, in deren Zentrum sich auch WOM bewegte. Traditionell gab es einige Eintrittskarten für unsere Mitarbeiter. Für uns waren diese Abende mehr als nur Fernsehgala oder Branchenevent; sie machten sichtbar, welche Künstler und Produktionen das Publikum tatsächlich erreichten und am nächsten Tag in unseren Läden nachgefragt wurden.

Die ausgezeichneten Alben fanden sich oft unmittelbar in den Verkaufscharts unserer Filialen wieder, sodass der Echo gewissermaßen die Verbindung zwischen Bühne, Plattenfirma und Ladentheke verkörperte. In

einer Zeit des ungebremsten CD-Booms wurde hier Jahr für Jahr spürbar, wie eng Glamour, Marktgeschehen und der Alltag eines großen Musikfachhändlers miteinander verwoben waren.




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